Das Forschungsprojekt
Seit dem Frühjahr 1999 werden im Rahmen dieses privaten Forschungsprojektes unter anderem Fortpflanzungsbiologie, Sozial- und Feindverhalten, Verteilungsmuster in Raum und Zeit, Reaktionen auf Habitatveränderungen und Bestandsentwicklung der Haussperlinge erforscht. Weiter zählt zu den Aufgaben die Versorgung erkrankter oder verletzter Tiere, sowie die Aufzucht hilfsbedürftiger Jungvögel. Aufgrund der engen Bindung an den Menschen ist auch die Untersuchung und Dokumentation soziokultureller Aspekte in diesem Zusammenhang von grundsätzlicher Bedeutung.
Ein weiterer Aufgabenbereich ist die Öffentlichkeitsarbeit. Sie beinhaltet Fachvorträge und nicht zuletzt auch Einzelgespräche mit interessierten Personen. Besondere Zielgruppen sind hierbei Kinder und Jugendliche, Lehrkräfte und Landwirte, sowie Reiterinnen und Reiter, da letztere vielfach mit Haussperlingen in Berührung kommen.
Neben einer entsprechenden technischen Ausrüstung kann auf ein umfangreiches Fotoarchiv, sowie eine umfassende Literatur- und Materialsammlung zugegriffen werden, welche kontinuierlich erweitert wird.
Kernbereich der Arbeit ist eine Langzeitstudie an der Haussperlingspopulation eines Reiterhofs im Süden der Stadt Essen in Nordrhein-Westfalen. So weit dies bekannt ist, existiert keine vergleichbare Langzeitstudie in Europa. Angesichts der allgemein diskutierten Bestandssituation des Haussperlings in den Großstädten Mitteleuropas erhält diese Arbeit somit auch in diesem Kontext eine besondere Bedeutung.
Die Haussperlingsforschung endet nicht an den Grenzen des landwirtschaftlichen Betriebes. Die Von Haussperlingen genutzten Lebensräume sind vielfältig und schließen Dörfer, Kleinstädte, Großstadtzentren, zoologische Gärten, gewerblich genutzte Gebiete und viele weitere Habitate mit ein. Die Anpassungsfähigkeit dieser Tiere ist extrem und die Untersuchung des dementsprechend unterschiedlichen Verhaltens, sowie der Nutzung der verschiedenen Habiatstrukturen in den jeweiligen Lebensräumen, ist ein weiterer wesentlicher Bestandteil dieses Projektes. Auf diese Weise ist es auch möglich, Vergleiche zu ziehen und die einzelnen Bestandsverhältnisse und ihre Entwicklungen zu erklären.
Detaillierte Informationen über die Langzeitstudie, sowie die weiteren untersuchten Lebensräume finden sich hier auf den entsprechenden Seiten.



