Die Langzeitstudie am Reiterhof

Ergebnisse

Zu Beginn der Untersuchungen brüteten in dem Gehöft im Bereich der Gebäude 2 Vogelarten. An erster Stelle ist hier der Haussperling (Passer domesticus) mit 27 Nestern zu nennen, gefolgt vom Star (Sturnus vulgaris) mit 7 Nestern. Im Jahre 2000 kam ein Steinkauzpaar hinzu (Athene noctua), vertreten mit einem Brutpaar.

Die Zahl der Haussperlingsnester nahm von 1999 bis 2001 um 52% ab, die der Stare um 86%. Ab 2000 brütete somit nur ein Starenpaar am Nordwest-Giebel des Wohnhauses.

Die folgenden Daten beziehen sich nur auf die Haussperlinge. Der Schwerpunkt ihrer Kolonie lag zu Anfang auf dem Südost-Giebel des Wohnhauses.

Zusammengenommen nutzten die Tiere etwa 33% der vorhandenen Ziegelstein-Lücken der Hauswand. Im Gegensatz dazu wurden an der Nordwest-Seite des Hauses nur 6 der 27 Lücken genutzt, also rund 22%. Die Verteilung der genutzten Lücken war allgemein nicht gleichförmig. Dies hatte zur Folge, dass oft mehrere Nester relativ nahe beieinander lagen.

Im Jahre 2003 verlagerte sich die Konzentration der Brutkolonie auf den großen Pferdestall. Dort wurden mehrere ähnlich gelagerte Stellen zum Nisten genutzt. Es gab 12 Stellen dieser Art, welche somit als potentielle Nistplätze in Frage gekommen wären. Tatsächlich wurden nur an 5 Plätzen Nester errichtet, in 4 davon gebrütet. Die Zahl der besetzten Brutnischen insgesamt stabilisierte sich auf einem niedrigeren Niveau.

In den Jahren 1999 bis 2000 gab es nur 2 Brutphasen, ab 2001 dann 3 Brutphasen. Die Phasen dauerten von Ende April bis Mitte Juni, von Ende Juni bis Anfang August, die dritte Phase endete Anfang September. In Jahren vieler besetzter Nistplätze stieg der Synchronisationsgrad innerhalb der Kolonie.

Die Nestlingszeit betrug durchschnittlich zwischen 17 und 19 Tagen, wobei in Einzelfällen Extremwerte von 14 und 23 Tagen festgestellt wurden. Der Bruterfolg lag in den 5 Jahren bei etwa 60 bis 90%.

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