Die Langzeitstudie am Reiterhof

Methode

Die Untersuchungen begannen im Januar 1999 und erfolgten in der Regel täglich. Der von der veröffentlichten Arbeit erfasste Untersuchungszeitraum erstreckte sich bis Oktober 2003. Die Anzahl der Beobachtungsstunden in dieser Zeitspanne umfasste insgesamt 1.398 Stunden. Pro Jahr wurde dabei im Umfang von mindestens 189 bis maximal 285 Stunden untersucht.

Die gesamte Brutaktivität der Tiere wie Nistplatzwahl, Gesang der Männchen, Materialeintrag und Nestbau, Kopulation, Nahrungssuche, Fütterung der Jungen innerhalb und außerhalb des Nestes, flossen mit in die Untersuchung ein. Anhand des Fütterungsbeginns einer Brut und des Ausfliegens der Jungtiere konnte die Nestlingszeit bestimmt werden. Bis zu drei Brutphasen, welche von April bis Anfang September reichten, wurden auf diese Weise erfasst.

Markierungen der Tiere mit Hilfe von Farbringen, um eine spätere exakte Identifizierung der einzelnen Individuen zu ermöglichen, wurde nicht vorgenommen. Zum einen hatte dies organisatorische Gründe, zum anderen hätte der hiermit verbundene Fang der Tiere zu Verhaltensveränderungen führen können. So hätte sich die Brutdauer verkürzen können, worauf bereits die Arbeiten von ENCKE (1965) und SUMMERS-SMITH (1988) hinwiesen

Die Installation von Kameras zur Überwachung des Nestinnern, welche zusätzliches Datenmaterial zur Untermauerung der erhaltenen Ergebnisse hätte liefern können, erfolgte damals aufgrund des hohen technischen Aufwands nicht. Erst Ende 2005 wurden präparierte Nistkästen mit Infrarot-Miniaturkameras installiert.

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